Ich gebe auf!

13’500 km die ich auf dem Fahrrad gefahren bin. Irgendwann ist es genug! Diesen Punkt hab ich jetzt leider erreicht!

Wo ist genau die Grenze zwischen « Faulpelz » und « Dickkopf »? Wann muss man zugeben, das der gewählte Weg in eine Sackgasse führt? Oder wann muss man sich nochmals motivieren, um die Sache weiter durchzuziehen? Das ist eine komplizierte Frage… Ich gehöre eher zu den Leute, die nicht gerne zugeben das sie falsch liegen und deshalb ziehe ich meine Sachen manchmal zu lange durch. Auf der anderen Seite kann ich an einer Hand abzählen wie oft ich in den letzten 5 Jahren als Tankstellentechniker eine Anlage stehen lassen musste; nicht einfach aufgeben kann auch ein Talent sein.

Komplizierter wird es noch bei Teamarbeit; der Dickkopf muss entweder mit dem Kollegen kämpfen um seine Ideen durchzusetzen oder mit sich selbst kämpfen um dem Team eine helfende Hand zu sein. Aber Hand aufs Herz……der Dickkopf denkt schlussendlich immer, dass sein Weg die beste Lösung ist, oder?

Und überhaupt: gibt es nur einen Lösungsweg? Meistens nicht. Manche sind bestimmt kürzer als andere, aber wenn man zu früh aufgibt und aus anderer Richtung neu anfängt ist man am Schluss auch nicht schneller. Ja, die Linie zwischen faul und dickköpfig ist schwierig zu ziehen, und beide können je nach Situation entweder besser oder schlechter sein.

Auf jeden Fall, wenn ich mir die Karte auf dem Blog anschaue, bin ich stolz auf das was ich bisher geschafft habe: Österreich, Slowakei, Polen, Baltikum, Russland, Finnland, Skandinavien und jetzt Deutschland. Aber weiter SO geht es nicht mehr, ich gebe auf und kaufe mir morgen ein anderen Sattel…